25. Jahrgang
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Die zwei Bäume

Glaube ohne Manipulation
Autor: Werner Hafner
Preis: Fr. 85.– plus Porto

Die Bibel ist eines der bekanntesten Bücher der Welt. Lange Zeit galt sie als das meist verkaufte Buch. Ist das so? Irgendwann, vielleicht in den Sechzigern, sind ihre Inhalte relativiert worden. Gleichzeitig begann die Bedeutung abzuklingen. Man weiss davon, zitiert gelegentlich, aber entfremdete sich dennoch. Die Inhalte sind nicht nur schwer, auch für den modernen Menschen allzu oft unergründbar und märchenhaft. Kaum eine Fakultät setzt heute im Theologie-Studium Akzente auf das Alte Testament. Was heisst denn, in sechs Tagen eine Welt zu erschaffen oder eine Schlange sprechen zu lassen? Und wie diskriminierend ist die Frau nach dem Sündenfall dargestellt.

Soll man darüber hinweg schauen? Soll das Buch selbst in seinen Inhalten relativiert werden? Ist es sinnvoll, das Wissen der damals Unwissenden lobend dem Besserwissenden von heute beizustellen? Oder einfach die Bibel als eine Geschichte unter vielen zu betrachten? Oder Glaube von Wahrheit und Wirklichkeit einfach zu trennen?



Aber so war es, als die Meinung umzugehen begann, wenn die Bibel kaum mehr bekannt sei, käme ein Geist des Erwachens ihrer Texte. Da bliebe aber auch die Frage, wann das sein könnte, wie und wodurch? Vorweg jedoch für manche ein weiterer Aberglaube. Jedenfalls erhebt sich bei dieser Vorstellung auch ein recht spekulatives Thema. Seit Urzeiten hat man ja der Bibel Inhalte vorweggenommen, Menschen die zweihundert, ja drei- oder vierhundert Jahre alt werden und mehr!

Wenn also heute jemand käme und sagte, alles ist wahr, bliebe meist ein mitleidvoller Blick übrig, vielleicht ein Kopfschütteln oder im schlimmsten Fall ein beissender Spott. Auch ist viel zuviel darüber gesagt worden. Das ist das Dilemma. Nicht nur der Zeitgeist im dritten Jahrtausend.



Der Mensch, oft in und mit der Geschichte verknechtet, heute liberalisiert, nein, solche Geschichten sind passé, aus, vorbei. Dafür hat man ja den lieben Gott, den Gefälligen, Gütigen, Gewaltigen. Das aber ist auch falsch. Solcher Herren-Namen gab es schon einmal. Damals nannte man sie Baale der Fruchtbarkeit,
des Glücks, des Segens, der Winde, der Kriege und vieles mehr. Darüber stand aber ein Gott, nicht gütig, lieb, gefällig, sondern ein Gott der Allmacht. Das ist heute nicht anders, Gott ist Gott, nicht lieb oder strafend, gross oder klein.



Wird das Attribut der Eigenschaften also fallen gelassen, erklärt sich etwas anderes. Das Loslassen einer andienenden Machenschaft. «Glauben ohne Manipulation» ist die Herausforderung, den Glaubenden, den Intellektuellen, den Andersgläubigen und den Nicht-Glaubenden einbeziehend anzusprechen.
Diese Auseinandersetzung, sie wäre es wert, in die Gedanken mit sich selbst zur Auseinandersetzung zu führen. Denn das ist das Novum, eine Behauptung da fallen zu lassen, wo das falsch Verstandene mit dem falschen Verständnis zu Gericht zieht. Da fängt das Erwachen an, nicht einfach teilzunehmen, sondern teilzuhaben und sich selbst in einem Text eingebunden wiederzufinden.



Werner Hafner, Autor «Glauben ohne Manipulation» Band I und II

438 Seiten
, 19 x 29 cm Fadenheftung/Schutzumschlag

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